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Ankunft auf Pitcairn...
Nach 7.800 Meilen und 8½ Monaten, die seit der Meuterei vergangen waren, sichteten die Meuterer am Abend des 15. Januar 1790 die gesuchte Insel Pitcairn von Bord der HMS Bounty. Aufgrund der schweren See, dauerte es noch 3 weitere Tage, bis Christian mit Brown, Williams, McKoy und drei Polynesiern mit einem Beiboot nach einer Landegelegenheit suchen konnten. An der Westseite der Insel (Tedside), in unmittelbarer Nähe der Stelle, die heute als Westhafen (Western Harbour) bezeichnet wird, setzten die Meuterer zum ersten Mal ihren Fuß auf Pitcairn Island. Zwei Tage verbrachten sie an Land und erkundeten die Insel. Am 20. Januar kehrte Christian zur Bounty zurück und verkündete die frohe Botschaft, dass die Insel unbewohnt sei, fruchtbare Böden und natürliche Trinkwasservorräte besitzt und sich für eine ständige Niederlassung eignet.
Die Bounty wurde gegen das Riff in der vorgelagerten Bucht, der heutigen Bounty-Bay, gesteuert und auf die Felsen gesetzt. Durch die gefährliche Brandung wurden die Tiere, die Vorräte, Pflanzen und das sonstige verwertbare lose Schiffsinventar mit einem Floß an Land gebracht, das die Meuterer aus Lukenabdeckungen der Bounty zimmerten. Das Kind Sally wurde in ein Fass gesetzt, der Deckel verschlossen und „schipperte“ auf diese ungewöhnliche Weise wohlbehalten durch die Brandung.
Nur 3 Tage später, am 23. Januar 1790 wurde die Bounty von den Meuterern in der Bucht selbst in Brand gesetzt und brannte bis zur Wasserlinie herab. Später versank die Bounty in den Fluten. Damit wollten die Meuterer verhindern, dass das Schiff von eventuellen Verfolgern gesichtet wird und ihre Anwesenheit auf der als unbewohnt geltenden Insel verrät. Mit dem Untergang der Bounty wurde die letzte Brücke zur Zivilisation abgebrochen und eine Rückkehr nach England für immer ausgeschlossen. Heute wird der 23. Januar auf der Insel Pitcairn in Erinnerung an dieses Ereignis offiziell als BOUNTY-DAY begangen.
Erst 1957 wurde im Rahmen einer vom US National Geographic Magazine organisierten Expedition bei einem Tauchgang durch Luis Marden in der Bounty-Bucht in ca. 8 Meter Tiefe der Hauptanker der Bounty gefunden und geborgen. Der Anker ist heute noch in Adamstown auf dem zentralen Hauptplatz zu besichtigen.
Bei einer weiteren Tauchexpedition der James-Cook-Universität Townsville (Queensland/Australien) wurde Ende 1998 in nur 3,50 Meter Tiefe eine der vier 4-Pfünder-Kanonen gefunden. Die Meuterer hatten sie aufgrund ihres enormen Gewichts von 1.320 Pfund nicht an Land bringen können. Die Kanone wurde zusammen mit einer kleineren Drehbrasse (drehbar gelagertes Relinggeschütz), Kanonenkugeln und Ballastblöcken vom Grund der Bounty-Bucht geborgen.
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