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Wie alles begann...
Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes mit unserem Bounty-Projekt am Punkt “NULL” angefangen. Vorher hatten wir “Bounty” gerade einmal als Namen eines süßen Schokoriegels oder einer Küchenpapierrolle (à la ZEWA wisch und weg!) gekannt. Ehrlich, die meisten von uns hatten noch nie etwas von dem berühmten Segelschiff oder von Käpt’n Bligh (sprich “Blei” und nicht “Blig”) und der Meuterei gehört. Auch hatten wir immer geglaubt, die “Meuterei auf der Bounty” wäre der Phantasie irgend eines Schriftstellers entsprungen und Käpt’n Bligh und Fletcher Christian seien lediglich die Hauptfiguren eines Abenteuer-Romans.
Jetzt wissen wir, die Bounty, die Meuterei, Käpt’n Bligh und Fletcher Christian hat es wirklich gegeben. Die ganze Geschichte spielte sich tatsächlich vor über 200 Jahren in England und in der Südsee ab. Und noch heute leben die Nachfahren der “echten” Bounty-Meuterer auf der Pazifik-Insel Pitcairn. Über die Geschichte der Meuterei wurden über 3.000 (!) Bücher, Romane und wissenschaftliche Abhandlungen geschrieben. Die “Meuterei auf der Bounty” kann man in mehreren Hollywood-Filmen auch auf der Kinoleinwand oder zu Hause auf Video nacherleben. Pech für uns, denn leider gibt es für die Hollywood-Klassiker mit Marlon Brando (Film von 1962) und Mel Gibson (1984) eine Altersfreigaber erst ab 16 Jahren! Das müssen demnach ja richtige “Schocker” sein! Aber uns bleiben ja schließlich auch noch Dokumentarfilme, Kinderbücher und Hörspiele.
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Tatort Südsee:
Brandstiftung, Mord und Totschlag?
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Viel Papier wurde beschrieben. Es gibt über 3.500 Buchtitel zu dem Bounty-Thema. Und jedes Mal spielte sich die Geschichte anders ab. Was Käpt’n Bligh mit seinen 18 Getreuen erlebte, nachdem man sie zusammen in einem kleinen Boot auf offener See aussetze und was nach ihrer Rückkehr nach England passierte, ist recht gut dokumentiert. Doch was geschah auf Pitcairn, nachdem die Meuterer dort Unterschlupf gefunden hatten? Darüber gibt es nur spärliche und widersprüchliche Informationen. Man berichtet von Mord und Totschlag... Es gab sogar einen Augenzeugen (Peter Heywood von der Bounty-Besatzung), der behauptete, Fletcher Christian, den Anführer der Meuterer später in England gesehen zu haben. Das klingt unwahrscheinlich, doch andererseits blieben das kleine Beiboot, das die Meuterer auf dem Schiff mit nach Pitcairn genommen hatten und die Dukaten, die sich an Bord der Bounty befanden, für immer spurlos verschwunden... Doch was ist Wahrheit und was Fiktion? Wer weiß das schon? Die Grenzen sind fließend. Spannend ist die Geschichte allemal.
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- Wie war damals das Leben der Matrosen im 18. Jahrhundert an Bord der englischen Kriegsschiffe?
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- Wer trägt die Schuld an der Meuterei? Käpt’n Bligh oder Fletcher Christian?
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- Wie hätten wir uns damals wohl in der Situation verhalten?
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- Wer sympathisiert lieber mit Bligh, wer mit Fletcher?
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- Waren die Urteile gegen die Meuterer gerecht?
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Leider können die wenigsten von uns englisch sprechen und lesen - das meiste, das es über die Bounty zu lesen gibt, ist nämlich in englischer Sprache verfasst- doch es sind zum Glück auch eine ganze Menge Bücher in deutscher Sprache erhältlich (und für Lese-Faule sogar als Comic-“Kurzfassung”!). Und weil es in der Gemeinschaft mehr Spaß macht, haben wir uns in der Gruppe zusammengesetzt und die “Meuterei auf der Bounty” auf Kassette gemeinsam angehört. Und natürlich haben wir hinterher auch darüber diskutiert:
Weil wir uns keine teure Weltreise auf einem Kreuzfahrtschiff in die Südsee nach Tahiti und zur Insel Pitcairn leisten können, und die wenigsten von uns sicherlich auch später nicht die Möglichkeit haben werden, die Schauplätze der Bounty-Meuterei zu besuchen, hatten sich die Projektverantwortlichen gedacht, dann bringen wir eben die “Welt der Bounty” nach Berlin. Und so kam es, dass inmitten der Hochhäuser und Plattenbauten von Marzahn die “Bounty-Kids” vom Jugendhilfezentrum “Haus am Akaziengrund” zu einer abenteuerlichen Reise in die Vergangenheit gestartet sind. Wir folgen den Spuren der Bounty von der Vergangenheit bis in die Gegenwart, nach England und auf die Insel Pitcairn in der Südsee. Auf dieser Reise gibt es sicherlich eine Menge zu entdecken:
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- Wisst ihr, wie eine Brotfrucht aussieht und schmeckt? Wir wissen es nicht. Aber wir wollen es erfahren!
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- Wisst ihr, wo in der Welt die kleine Insel Pitcairn liegt und wie man dorthin gelangt? Wir werden uns informieren!
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- Wisst ihr, wie es sich auf einer einsamen felsigen Insel von 2 x 3 km Ausdehnung mit gerade einmal 40 Einwohnern lebt? Wir werden die Einwohner fragen!
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- Was machen die Kinder und Jugendlichen auf der kleinen Insel Pitcairn ohne Fernsehen, ohne Kino, Schwimmhalle? Wie verbringen sie ihre Freizeit? Was für Musik hören sie, welches ist ihre Lieblingsband? Was machen sie in den Ferien? Wir werden uns mit ihnen in Verbindung setzen!
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Und wenn euch das alles auch interessiert, dann begleitet uns doch einfach auf unserer Reise zu den Bounty-Nachfahren. Wir werden im Internet über die Stationen und Erlebnisse unserer Reise im Bounty-Logbuch berichten.
Es gibt viele Menschen, die über das Thema “Bounty” eine Menge zu berichten wissen, die die Geschichte der Meuterei ebenso interessant und spannend finden wie wir, ja die sogar schon einmal auf der Insel Pitcairn bei den Nachfahren der Meuterer waren oder die selbst Bücher über das Thema geschrieben und Filme gedreht haben. Deshalb haben wir uns gedacht, laden wir sie doch einfach ein und bitten sie, ihr Wissen mit uns zu teilen, uns von ihren Erlebnissen und Eindrücken zu berichten, uns Fotos und Mitbringsel von ihren Reisen auf den spuren von Käpt’n Bligh zu zeigen und unser Projekt auf diese Weise aktiv zu unterstützen.
Mit ihrer Hilfe, durch ihre Erfahrungen und persönlichen Erlebnisse, durch ihre Fotos und Bücher können wir als Berliner Bounty-Kids ebenfalls die Welt der Bounty entdecken. Mit ihrer Hilfe und Unterstützung sind wir in der Lage, unser Projekt interessant, abwechslungsreich und lebendig zu gestalten. Und Dank ihrer zahlreichen Leihgaben können wir über die “Welt der Bounty” sogar eine Ausstellung zu organisieren.
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